Spotlight:



Auf den Spuren des Großen Krieges

Die Minenstollen am Kleinen Lagazuoi

Es ist schwer nachzuvollziehen, warum um den Kleinen Lagazuoi oberhalb des Passo Falzarego so viel Blut vergossen wurde.

Doch die Vergangenheit ist hier buchstäblich mit Händen greifbar: einige Stollen aus dem Ersten Weltkrieg sind nach wie vor begehbar - eine Reise in eine andere Zeit.

Mehr ...





Bike-Hotels



Hotel Alpenblick **** Sexten

Sport- und Bike-Hotel mit gediegenem Ambiente, idealer Ausgangspunkt für Touren um Sexten.

Mehr ...

Cortina d'Ampezzo

Klassisches Tourenrevier in neuem Gewand

Als Wintersportort ist Cortina d'Ampezzo spätestens seit den Olympischen Winterspielen 1952 international renommiert. Relativ neu ist, dass der Ort im äußersten Norden des Veneto jetzt auch in Sachen Bike Gas gibt. Ein Bike-Revier im Wandel, von dem wir noch viel hören werden!


Die "Venezianische Enklave"

Der Talkessel von Cortina d'Ampezzo bildet den nördlichsten Streifen der Region Veneto. Dabei ragt Cortina gleichsam als eine „Halbinsel“ in das benachbarte Südtirol hinein, an das Cortina im Westen (Passo Valparola) über Nord (Fanes, Toblach) bis in den Osten (Sextener Dolomiten) angrenzt. Durch diese Lage, aber auch die kulturelle Zugehörigkeit zu den Ladinern und nicht zuletzt wegen wirtschaftlicher Erwägungen gibt es in Cortina deutliche Bestrebungen, sich vom Veneto abzulösen. Ein Referendum im Oktober 2007 ergab mit 78 Prozent Zustimmung ein deutliches Votum für eine Zugehörigkeit zur Provinz Bozen/Südtirol – ob es zu einer Ablösung kommen wird, ist ob des deutlichen Widerstandes im Veneto, die beliebte Ferienregion zu verlieren, mehr als ungewiss.


Für Bike-Touristen aus Deutschland ist dies insofern relevant, dass hier anders als in den nördlich angrenzenden Tälern Italienisch klar die Alltagssprache ist. Ebenso ist die Ferienregion in Sachen Gastronomie und Hotellerie klar auf italienische Gäste ausgerichtet. Trotzdem kommt man hier auch ohne Italienischkenntnisse sehr gut zurecht - bedingt durch die Geschichte und vor allem die geografische Nähe zum deutschen Sprachraum beherrscht hier fast jeder Einheimische die deutsche Sprache recht gut.


Anreise

Mit dem Auto über Inntal- und Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Brixen. Weiter im Pustertal auf der SS 49 über Bruneck bis Toblach, dort über die SS 51 nach Cortina d'Ampezzo (320 km, 3:30 h von München).

Mit dem Zug über München-Innsbruck-Brenner bis Franzensfeste, dort weiter nach Toblach. Von dort mit dem Linienbus nach Cortina d'Ampezzo (6 Verbindungen täglich, Fahrplan zum Download unter http://www.dolomiti.org/dengl/Cortina/cinfo/info05.html)

Beste Reisezeit

Bedingt durch die zahlreichen Dreitausender im Rund gilt Cortina im Winter als sehr schneesicher. Die Bike-Saison beginnt daher frühestens Anfang Mai, ab der Öffnungszeit der Hütten im Juni sind meist auch Touren in höheren Lagen möglich, wenn auch noch mit einzelnen Schneeresten gerechnet werden muss.

Im Juli und August wird es bedingt durch die Kessellage oft sehr heiß. September und Oktober bieten meist traumhafte Tourenbedingungen.

GPS-Download

GPS-Touren gibt’s auf der offiziellen Touren-Webseite: http://www.cortinabike.dolomiti.org/

Karten

Neben der topografisch sehr grob gehaltenen Bike-Map sollte zur genaueren Orientierung vor Ort eine gute Topokarte mit auf Tour. Folgende Karten sind empfehlenswert:

Ingenia Cartoguide, Blatt 21 „Dolomiti Ampezzane“, Maßstab 1:25.000, www.cartoguide.it, erhältlich in den Buchhandlungen vor Ort.

Tabacco, Blatt 03 „Cortina d'Ampezzo e Dolomiti Ampezzane“, Maßstab 1:25.000, erhältlich z.B. über www.amazon.de

Seilbahnen/Nahverkehr

Bis auf wenige Seilbahnen, die ohnehin kein Bike-geeignetes Gelände erschließen, befördern alle Seilbahnen vor Ort problemlos Mountainbiker. Zuvor muss allerdings ein Haftungsausschluss für die Benutzung der Wege unterschrieben werden, das Mitführen eines gültigen Personalausweises ist Pflicht.

Mit 6 Buslinien ist der ÖPNV innerhalb Cortinas vorbildlich. Zudem bedient der Service „Bike&Bus“ die Radstrecke „Lunga via delle Dolomiti“, die in einem großen Zirkel von Cortina über Cima Banche (Grenze zu Südtirol), Misurina und Auronzo durch das gesamte Cadorese führt. Als Anfahrt zu den Tourenmöglichkeiten in Richtung Toblach (z.B. Fanes, Plätzwiese) oder nahe der Drei Zinnen ist dieser Service ideal – wer will, kann das Auto stehen lassen.

Die Busse verfügen über einen Bike-Anhänger mit 30 Plätzen, eine vorherige Reservierung ist empfehlenswert. Fahrplan zum Download unter: http://www.dolomiti.org/ger/Cortina/bike_resort/Bikebus/index_bikenbus.html

Bike&Trekking Pass

Ermöglicht unbegrenzt freie Fahrt für Reiter und Ross auf allen für den Bike-Transport zugelassenen Seilbahnen. Zudem freie Benutzung der Stadtbusse während der Gültigkeitsdauer.

Mehrtages-Abos gelten z.B. für sieben Tage, an fünf frei wählbaren Tagen können die Seilbahnen benutzt werden, so dass man an Ruhetagen nichts bezahlt.

Preise: Tagespass 25 Euro, Jugendliche bis 14 Jahre 18 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei. Mehrtages-Abos von 3 Tagen (Gültigkeitsdauer: 4 Tage) bis 5 Tage (Gültigkeitsdauer: 7 Tage) von 45 bis 65 Euro.

Guiding

Drei Bike-Schulen bieten ein regelmäßiges geführtes Tourenprogramm:

Giocalosport, Tel. 00 39 / 04 36 / 42 76, www.giocalosport.com

Scuola Sci Snowboard Cortina, Tel. 00 39 / 04 36 / 29 11, www.scuolascicortina.com

Natur- und Landschaftsführerin Monica Dandrea, Tel. 00 39 / 328 / 276 53 28, www.suisentierideisalvans.it

Shops / Bike-Verleih

Snow Service, Via Marconi 14, Tel. 00 39 / 04 36 / 86 24 67, info@snowservice.it 

Cicli Cortina, Via Majon 148, Tel. 00 39 / 04 36 / 86 72 15

2ue & 2ue Cortina Bike&Ski Center, Via Roma 70, Tel. 00 39 / 04 36 / 41 21,info@dueduecortina.com

Noleggio Mountainbike Morotto, Via Fiames 5, Tel. 00 39 / 04 36 / 86 22 01, info@morotto.com

Reiseinfo

Cortina Turismo, Via Marconi 15/B, 32043 Cortina d'Ampezzo, Tel. 00 39 / 04 36 / 86 62 52, www.cortina.dolomiti.org, cortina@dolomiti.org

Ein Bike-Revier im Umbruch

Unter Mountainbikern ist Cortina d'Ampezzo schon länger kein unbeschriebenes Blatt mehr. Als Durchgangsstationen für Transalp-Touren steht Cortina seit jeher hoch im Kurs, aber auch Tagestouren vor Ort, wie etwa über die Fanes-Alpe oder den Plätzwiesensattel gelten schon lange als ausgemachte Mountainbike-Klassiker.

Vor Ort hat man sich nun entschlossen, die Klientel der Mountainbiker gezielt anzusprechen, und bietet spezifische Services an. Inzwischen transportieren bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Seilbahnen problemlos Bikes. Wo dies nicht der Fall ist, etwa an der Tofana, hieße die Devise ohnehin eher „Basejump statt Freeride“. Zwischen Cortina und den weiter entfernt in Richtung Toblach gelegenen Tourenzielen pendelt stündlich ein Bike-Shuttlebus mit Anhänger, so dass das eigene Auto während des Urlaubs nicht benötigt wird.

Insgesamt wurden vor Ort 17 offizielle Bike-Touren ausgewiesen und vorbildlich beschildert – die GPS-Daten zu den Touren stehen im Internet bereit. Vor Ort sorgen eine kostenlos erhältliche offizielle Bike-Karte und eine Sammlung von Roadbooks für Orientierung. Im Vordergrund der ausgewiesenen Touren stehen allerdings eher „klassische“ Bike-Strecken wie breite Schotterstraßen oder Karrenwege. Singletrails sind hier meist Mangelware.

Trotzdem müssen Trailsurfer vor Ort nicht darben: Trails gibt es zuhauf, und wenn ihre Benutzung auch nicht offiziell erlaubt ist, stellt ihre Befahrung aller Erfahrung nach kein Problem dar – eine entsprechende Rücksichtnahme auf Fußgänger natürlich vorausgesetzt.

Alle Infos zur Bike-Region im Internet unter http://www.cortinabike.dolomiti.org/

Bike-Alternativen


Wem der Sinn einmal nicht nach Biken stehen sollte, der findet rund um Cortina viele alternative Möglichkeiten für Bergsportaktivitäten.

Auch Rennradfahrer finden hier einige bekannte Dolomitenpässe zum Kräftemessen. So sind z.B. die Rampen des Passo di Giao legendär steil. Wer sehr gute Beine hat, kann von Cortina aus eine Variante der Sellaronda angehen. Allerdings ist die Kombination aus Passo di Giao - Passo Pordoi - Sella - Grödner Joch - Valparola/Falzarego schon ein reichlich harter Brocken.

Wie überall in den Dolomiten sind natürlich die Möglichkeiten für Wanderungen ungezählt - das Portfolio reicht von einfachen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen, auch mehrtägigen Unternehmungen. Hier eine Auswahl an Wandertipps.

Einige der Klettersteige vor Ort gehören zu den bekanntesten der Dolomiten. So sind etwa die Klettersteige "Via Ferrata G. Lipella" auf den Gipfel der Tofana di Rozes oder die "Via Ferrata G. Olivieri" auf die Tofana di Mezzo legendäre, allerdings auch legendär anspruchsvolle Routen.

Doch natürlich finden hier auch "richtige" Kletterer sehr viel Auslauf in extrem festem und rauem Muschelkalk. Erste Schritte hin zum alpinen Klettern lassen sich z.B. in den Cinque Torri unternehmen, ein Mix aus Alpinstyle und Klettergarten, in dem sehr häufig Alpinschulungen stattfinden. Zudem gibt es einige reine Sportklettergärten mit sehr guter Absicherung - und natürlich die großen Felswände und alpinen Unternehmungen rund um die Tofane.

Wer auf weniger extreme Art erste Klettererfahrungen sammeln möchte, findet mit dem "Adrenalin Park" einen feinen Hochseilgarten, auf dem auch Kinder ab 130 cm Körpergröße ihren Heidenspaß haben.

Sorry, wir sind gerade beim Biken!


Die besten Touren rund um Alleghe liefern wir ab Ende Juni 2011 nach. Wieder vorbei zu schauen, lohnt sich also. Danke für die Geduld!

In und um Cortina haben sich 23 Hotels und Pensionen auf Biker eingestellt, und bieten Unterstell- wie Waschplätze sowie eine kleine Bike-Werkstatt für Wartungsarbeiten.

Infos unter: www.dolomiti.org/ger/Cortina/bike_resort/hotel/hotel.html