Spotlight:



Der wohl härteste Marathon der Alpen

Sellaronda HERO

Die "Sellaronda" ist legendär. Ob auf dem Rennrad, Motorrad oder im Winter auf Ski, die Umrundung des Sellastocks hält unvergleichliche Eindrücke bereit.

Dies gilt unter Garantie auch für den Bike-Marathon "Sellaronda HERO". Wer diese Strecke im Renntempo bewältigt, kann sich fürwahr als Held fühlen!

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Bike-Hotels



Hotel Alpenblick **** Sexten

Sport- und Bike-Hotel mit gediegenem Ambiente, idealer Ausgangspunkt für Touren um Sexten.

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Grödner Tal und Seiser Alm

Singletrails "light" im Wandererparadies

Die perfekte Pflege der Wege macht's möglich: im Grödner Tal erleben auch Mountainbiker den Flow auf Singletrails, die ihn wegen der groben Wege sonst nicht erleben!


Wer von Norden aus vom Brenner herunter fährt, für den ist das Grödner Tal meist der erste Zugang zu den Dolomiten. Doch deswegen vom „erstbesten“ Tal zu reden, wäre verfehlt. Für Mountainbiker ist es klar das erste, doch gleichzeitig eines der besten Täler.

Nicht, dass man es dem Tal von der Hauptstraße auf den ersten Blick ansähe. Klar, ganz hinten bestimmt der Sellastock die Szenerie, und auch der Langkofel hinten rechts zieht schon sehr bald die Blicke auf sich. Doch nimmt man die Autobahnausfahrt Klausen und fährt das Tal hinauf, passiert erst einmal längere Zeit: gar nichts.

Der Schein trügt! Die Talstraße verläuft eben eine ganze Strecke lang in einem relativ eng eingeschnittenen Tal, aus dem man wenige Blicke auf die darüber liegenden Bergflanken erhaschen kann. Erst gegen Ende des Tals, bzw. ein Stockwerk höher ist problemlos sichtbar, welch ausgedehnte Almlandschaften und Bergwälder sich dort oben verbergen. Mountainbiker locken diese Landschaften mit einem weiten Netz aus Forststraßen, Wirtschaftswegen und Trails, die sich zu Touren aller Schwierigkeitsgrade und für jeden Anspruch verbinden lassen.

Dies gilt natürlich gleichermaßen für Wanderer. Unseren zu Fuß gehenden Bergkameraden bietet das Grödner Tal geradezu paradiesische Möglichkeiten! Und folglich sieht man den ersten größeren Dörfern im Tal, etwa St. Ulrich, ihren regen Tourismus denn auch deutlich an. Klar, das Grödner Tal und die südlich darüber liegende Seiser Alm verbindet man in aller Welt mit „Luis Trenker“ und den „Kastelruther Spatzen“. Entsprechend können diese Talorte sommers wie winters auf eine vergleichsweise lange Geschichte des Tourismus zurück blicken.

Nun wäre es natürlich despektierlich zu behaupten, das Grödner Tal sei ein beliebtes Ziel für Reisebusse und Kaffeefahrten. Doch der Altersdurchschnitt der Gäste bewegt sich doch hart in Richtung „Golden Ager“ - so viel Wahrheit muss sein. Mountainbiker sollten dieser Tatsache mit Sensibilität begegnen. Es auf den Trails „mal so richtig krachen“ zu lassen, ist hier eher deplatziert – genießt das Trailmenue bitte lieber als Slow-Food, so ist es für alle leichter verdaulich!

Denn eines haben Mountainbiker der prioritären Ausrichtung des hiesigen Tourismus auf Wanderer klar zu verdanken: Die Wege im Grödner Tal sind so perfekt gepflegt wie sonst nirgendwo! Da liegt kein Stein quer, keine Wurzel, hemmt keine Stufe die flüssige Fahrt. Mit anderen Worten: Im Grödner Tal erleben auch Biker den Flow auf Singletrails, die ihn anderswo wegen der groben Wege eher nicht erleben. Das Tal ist ein perfektes Ziel nicht nur für Trail-Einsteiger, sondern für alle Freunde fahrtechnisch nicht allzu anspruchsvoller Routen allgemein.


Lage

Das Grödner Tal zweigt zwischen Klausen und Bozen in östlicher Richtung vom Eisacktal ab. Der Beginn des Tals ist touristisch wenig relevant, die drei Hauptorte St. Ulrich, St. Cristina und Wolkenstein sind jedoch sehr renommierte Reiseziele. Dies gilt nicht nur für den Winter, sondern auch für den Sommer – das Grödner Tal ist ein ausgesprochenes Wanderparadies. Die Seiser Alm schließt gleich südlich an das Grödner Tal an, und ist etwa 800 Meter höher gelegen als das Grödner Tal. Ausgangspunkte für Touren auf der Alm sind vor allem die beiden Orte Kastelruth und Seis, doch auch in Kompatsch am Eingang des weitläufigen Almgeländes sind einige Hotels zu finden.

Anreise

Mit dem Auto von Norden über den Brenner, dann bei der Ausfahrt „Chiusa/Klausen“ die Autobahn verlassen und nach Osten in das Grödner Tal. Zur Seiser Alm verlässt man die Autobahn ebenfalls bei der Ausfahrt „Chiusa/Klausen“, fährt dann aber auf der Brenner-Staatsstraße weiter bis Waidbruck. Dort folgt man der Beschilderung nach Seis und Kastelruth.

Bike-Verleih und Guiding

Bike-Schule Gröden, Tel. 00 39/04 71/77 09 05, www.scott-testcenter.it

Karten

Mountainbike Guide Val Gardena/Gröden, topografische Karte 1:25.000 mit 12 eingezeichneten Bikerouten im Grödner Tal und auf der Seiser Alm, inklusive Kurzbeschreibungen. Erhältlich beim Tourismusverband.

Veranstaltungen

Dolomiti Radmarathon: Die Kultveranstaltung für Rennradler jedes Jahr Ende Juni. Die kürzeste Strecke verläuft über die Sellaronda, die längeren auch über Passo Falzarego und Giao. www.maratona.it

Sellaronda Bikeday: Jedes Jahr Anfang Juli ist die komplette Sellaronda zugunsten der Radfahrer für den Autoverkehr gesperrt. Im Jahr 2011 gibt es sogar zwei Editionen: Am 3. Juli 2011 und am 18. September 2011. Infos: www.sellarondabikeday.com

Allgemeine Infos

TVB Gröden, Tel. 00 39/04 71/77 77 77, www.valgardena.it

TVB Seiser Alm, Tel. 00 39 / 04 71 / 70 96 00, www.seiseralm.it

Wer ein paar Runden mit dem Bike im Grödner Tal gedreht hat dem fällt unweigerlich auf, wie perfekt gepflegt die Wege hier sind. Noch der abgelegenste Wandersteig ist mit einem Bett aus fest gestampftem Kies entschärft, nicht selten mit Bitumensteinen gepflastert, jede Stufe, so sie nicht ohnehin geglättet wurde, ist perfekt eingefasst wie Hausmeister Schmidts Schrebergarten.

Klar, es gibt auch die gröberen Trails, die Freerider härterer Gangart glücklich machen. Aber man muss sie schon ein wenig mit der Lupe suchen. Hindernisse auf den Wegen wie Geröll oder Wurzeln haben hier absoluten Seltenheitswert. Was der Rücksichtnahme auf die – oftmals doch eher betagte – Klientel der Wanderer geschuldet ist, gerät Mountainbikern der eher gemäßigten Gangart zum Segen.

Kurz und knapp gesagt: Im Grödner Tal und auf der Seiser Alm erleben Mountainbiker den Flow auf dem Trail, die ihn sonst wegen der groben Wege eher nicht erleben. Es ist das perfekte Reiseziel für jedermann und -frau, die Mountainbiken sehr gerne auch ohne nennenswerte Adrenalinausschüttungen genießen. Gleichzeitig ist das Terrain ideal für alle, die sich langsam an neue Herausforderungen herantasten wollen. Denn eins ist klar: Trails fahren lernt man nur, indem man Trails fährt. Und hier geht das eben deutlich leichter als anderswo!

Die Spots

Sellaronda

Egal ob im Sommer oder im Winter, ob auf Ski, mit dem Motorrad, Rennrad, oder halt per Mountainbike: Die Sellaronda, also die Umrundung des Sellastocks im Norden des Grödner Tals, ist legendär. Mit dem Bike gelingt dies am besten mit Seilbahnhilfe – eben wie im Winter. In diesem Falle ist garantiert, dass man die Runde auch wieder zu bringt, und nicht etwa irgendwo im Nachbartal seines Quartiers verhungert.

Das Problem: Nicht alle Seilbahnen rund um den Sellastock transportieren problemlos Biker. Faktisch ist die Sellaronda per Lift also nur in Begleitung eines Bike-Guides möglich. Das muss absolut kein Manko sein! Schließlich kennen die Locals ihre Bergwelt aus dem „Effeff“, und sind so in der Lage, diese Tour zu einem ganzheitlichen Erlebnis werden zu lassen.

Allerdings hat man sich darauf geeinigt, mögliche Highlights dieser Runde nicht mit in der offiziellen Sellaronda anzubieten. So etwa ist der berühmte Bindelweg auf dem Padonkamm gegenüber der Marmolada, zumindest mit Guide gefahren, für Mountainbiker Tabu. Ob das tragisch ist, muss jeder selbst entscheiden. Den Bindelweg in diese Runde mit hinein zu packen, ist schließlich hartes Brot – trotz Seilbahn steigen die konditionellen Schwierigkeiten dann doch beträchtlich an. Zudem kann man den Bindelweg ja auch mit einer anderen Tour kombinieren. Aber … nun gut, nun haben wir es halt mal erwähnt.

Ohne Seilbahn und Guide, dafür mit Bindelweg, ist die Tour jedenfalls ebenfalls möglich. Doch nur die härtesten werden es in einem Tag schaffen. Wenn ihr aber z.B. eine Zweitagestour mit Übernachtung in der Bindelweg-Hütte einplant, wird auf jeden Fall ein riesiger Schuh draus – versprochen!

Seiser Alm

Das schwierigste an der Seiser Alm ist eigentlich hoch zu kommen. Das geht per Seilbahn von St. Ulrich aus, oder per Postbus auf der für KFZ gesperrten Mautstraße über Seis und Kastelruth, oder halt aus eigener Kraft. Dann allerdings warten – zumindest beim Aufstieg aus dem Grödner Tal – 600 Höhenmeter Aufstieg aus hartem Brot.

Einmal oben erschließt sich aber ein weitläufiges Almgelände mit sehr entspannten Strecken, die Genießer schwärmen lassen werden. Dies liegt nicht zuletzt auch an den Wahnsinnspanoramen, die sich von der Seiser Alm erschließen. Vor allem der Schlern mit seinen Zacken zieht die Blicke auf sich, doch auch der Plattkofel mit seiner Rutschbahn-artigen Westwand trägt einiges zum Lokalkolorit bei.

Grödner Tal

Der Talgrund von Gröden ist als Ausgangspunkt für Touren taktisch denkbar günstig gewählt. Per Seilbahn geht es hinauf zur Seiser Alm – easy Genießertouren liegen in eurer Reichweite, und zum Schluss auch noch eine lange Abfahrt zurück ins Quartier.

Auf der Nordseite erschließt die Seilbahn zur Seceda ein wundervolles Tourenrevier mit den bekannt glatten Trails und dem Blick auf bekannt schroffe Berge.

Richtung Sella warten allerdings – so man die Passstraßen umgehen will – zähe Aufstiege, die meist über Skipisten führen, mit den bekannten Folgen für die Waden. Diese Mühen werden aber bergab auch mit einigen netten Singletrails vergolten.

Doch auch rund um den Talgrund selbst warten schöne Runden, die meist über Karrenwege und breite Schotterstraßen verlaufen.

Das Grödner Tal und die Seiser Alm können auf eine lange Geschichte des Tourismus zurück blicken. Das Mountainbiken als offensiv beworbene Aktivität kam erst relativ spät zum Portfolio der Region hinzu. Vor entsprechend wenige Probleme sieht man sich gestellt, will man für einen Bike-freien Tag eine Alternative finden.

Wie auf diesen Seiten öfters schon erwähnt, ist Gröden natürlich ein ausgewiesenes Wanderparadies. Vom Almspaziergang bis zur strammen Bergtour finden sich hier Trekkingziele für jeden Geschmack.

Auch Kletterer finden hier sehr gute Möglichkeiten vor. Vor allem der Langkofel hat einige sehr lohnende klassische Klettereien zu bieten, dicht gefolgt natürlich vom Sellastock. Besonders dort finden sich aber auch einige – wenn auch sportlich abgesicherte – alpine Sportklettereien erster Güte!


Auch wer Klettersteige liebt, wird fündig. Vor allem die Besteigung des Langkofel über den Oskar-Schuster-Steig gehört zu den ganz großen Klassikern der Dolomiten!

An der Seceda auf der nördlichen Talseite finden Paragleiter perfekte Bedingungen mit stabilen thermischen Aufwinden vor. Die Flugschule www.fly2.info bietet Tandemflüge an, aber natürlich können sich hier auch erfahrene Piloten selbständig austoben.

Wir sind gerade beim Biken!

Die besten Touren im Grödner Tal werden ab Ende Juni 2011 nachgeliefert. Wieder mal vorbeizuschauen lohnt also. Danke für die Geduld!


Unterkünfte im Grödner Tal und auf der Seiser Alm findet ihr hier:

TVB Gröden, Tel. 00 39/04 71/77 77 77, www.valgardena.it

TVB Seiser Alm, Tel. 00 39 / 04 71 / 70 96 00, www.seiseralm.it